Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Korinna Hennig und Bettina Kohlrausch -
"Kontrollverlust war eine Kernerfahrung." (Bettina Kohlrausch)
Auch wenn die Pandemie vorbei ist: fünf Jahre nach dem ersten Lockdown sprechen wir von einer Polykrise. Dabei ist die Corona-Politik längst nicht aufgearbeitet, die Folgen der Pandemie werden kaum thematisiert.
Die Journalistin Korinna Hennig und die Politikwissenschaftlerin Bettina Kohlrausch blicken zurück. Auf eine Zeit, in der Familien und Jugendliche oft vergessen wurden, sich Ungleichheiten verschärft haben, die Politik Vertrauen verloren hat - aber auch gute Dinge passiert sind. Lässt sich aus der Corona-Krise lernen?

Bettina Kohlrausch ist seit Anfang Mai 2020 Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung und Professorin für gesellschaftliche Transformation und Digitalisierung an der Universität Paderborn. Bettina Kohlrausch ist Mitglied im acatech HR-Kreises und war Mitglied der Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" und ist regelmäßig in nationalen Publikationsmedien, zum Beispiel Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk, Frankfurter Allgemeine Zeitung präsent.
Korinna Hennig hat Germanistik, Geschichte und Journalistik in Bamberg, Salamanca und Hamburg studiert und arbeitet seit 2002 beim Norddeutschen Rundfunk. Nach Stationen in der Politik- und der Kulturredaktion leitet sie mittlerweile das Wissenschaftsressort bei NDR Info und berichtet vor allem über Themen aus der Medizinforschung. Während der Covid-Pandemie war Korinna Hennig Host und verantwortliche Redakteurin des Podcasts "Coronavirus Update". Seitdem beschäftigt sie sich auch in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops viel mit Fragen der Wissenschaftskommunikation.