Ursula Mamlok, 2009 ; © Simon Pauly
Simon Pauly
Bild: Simon Pauly Download (mp3, 20 MB)

Musikalische Stolpersteine (2) - Die Komponistin Ursula Mamlok

Ursula Mamlok wurde 1923 in Berlin geboren. Als Jüdin musste sie im Teenageralter mit ihrer Familie vor den Nazis fliehen.

Zunächst fand Ursula Mamlok in Ecuador Zuflucht, ging dann nach New York. Durch ein Stipendium konnte dort sie Musik studieren. Sie lebte fortan in den USA als Komponistin und lehrte Komposition. Nach dem Tod ihres Ehemanns Dwight kehrte sie 2006 nach Berlin zurück, wo sie 2016 verstorben ist. 2023 wurde der Ursula-Mamlok-Park in Berlin-Schöneberg nach der Komponistin benannt.

Die 9. Musikklasse der Sophie-Scholl-Schule zeichnet das bewegte Leben Ursula Mamloks nach. Dafür hat sie die Mamlok-Expertin Bettina Brand befragt, aber auch im Klassenorchester Musik von Mamlok gespielt. Herausgekommen ist die eindringliche Geschichte einer Frau, die der Unterdrückung und Vertreibung durch die Nazis ihren Mut, ihren Humor und ihre Musik entgegengesetzt hat.

Mehr

Musikalische Stolpersteine © Akademie der Künste, Hans-Heller-Archiv| © Simon Pauly | © National Library of Israel, Schwadron Collection | Grafik: Christine Schöniger
Akademie der Künste, Hans-Heller-Archiv| Simon Pauly | National Library of Israel, Schwadron Collection | Grafik: Christine Schöniger

Porträts verfolgter Musikerinnen und Musiker - Musikalische Stolpersteine

Verfolgte Musiker und Musikerinnen in der NS-Zeit - wie klingt ihre Musik? Wie verlief ihr Leben? Kann man ihre Musik heute wieder hörbar machen? Diesen Fragen gehen Berliner Schülerinnen und Schüler in dem Projekt "Musikalische Stolpersteine" des Landesmusikrats Berlin mit Unterstützung von radio3 nach. Die jungen Leute erinnern in Podcast-Porträts an die Persönlichkeiten.